| Informationen in Federn |
| Populationsstruktur, Ausbreitung und Migration beim Wachtelkönig (Crex crex): Genetische und chemische Informationen in Federn" |
| Zwischenbericht 2001 von Walter Wettstein (Institut für Umweltwissenschaften der Universität Zürich) |
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Übersicht über das Gesamtprojekt Das Hauptziel des Projektes ist es, die
Populationsstruktur und die komplizierten räumlichen Bewegungen dieses
heimlichen und international gefährdeten Wiesenbrüters besser
zu verstehen. Dieses Wissen ist wichtig zur effizienten Planung und Umsetzung
von Schutzmassnahmen auf gesamteuropäischer wie auch auf lokaler Ebene.
Der zentrale methodische Ansatz des Projektes ist eine Populationsstrukturanalyse
basierend auf der genetischen und chemischen Analyse von Federn aus ganz
Europa. Ein zusätzlicher Schwerpunkt der Feldarbeit liegt in Ostungarn.
Dort wird die kleinräumige Populationsstruktur genauer untersucht,
indem die Auswirkungen der Schwermetallverschmutzung an der Theiss analysiert
werden. Wachtelkönigfachleute aus ganz Europa unterstützen das
Projekt, indem sie nach genauen Vorgaben Federproben aus ihrer Region sammeln.
Zusammenfassung der Arbeiten im Jahr 2001 Dank hervorragender Zusammenarbeit mit den verschiedenen Forschungsteams Europas konnten aus folgenden Regionen Federn gesammelt werden: Rumänien (W.Wettstein, Demeter Laszlo,
Milvus Group, BirdLife Romania): 22 Proben
Damit wurden die optimistischen Erwartungen sogar noch übertroffen und die Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit gelegt. Für 2002 werden wir versuchen, noch Proben aus den Zentralalpen, Weissrussland und der Region Moskau zu bekommen. Aus finanziellen Gründen können für diese Studie keine weiteren Proben berücksichtigt werden. Von denjenigen Proben, welche aufgrund der Handschwingenspitze auf das Alter geprüft werden konnten, erwiesen sich 40 % als einjährig und 60 % als mehrjährig. Dieses Ergebnis unterscheidet sich von Erfahrungen aus Schottland, wo das Verhältnis von einjährigen zu mehrjährigen Vögeln umgekehrt geschätzt wurde. Von allen Proben konnte die DNA extrahiert
werden. Eine Ausnahme bildeten zwei im Freiland gefundene vermauserte Federn
aus dem Murnauer Moos, wo die Zersetzung der DNA scheinbar bereits zu fortgeschritten
war für eine erfolgreiche Amplifikation. Momentan läuft die Mikrosatellitenamplifikation
und Fragmentanalyse mit 9 Primern an der Universität Zürich.
Mit der Spurenelementanalyse der Federn wurde am 3. Dezember 2001 in Ungarn
begonnen. Die Laborarbeiten für die Saison 2002 werden voraussichtlich
im April 2002 abgeschlossen sein.
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